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Virtueller Zwilling

Die Einführung eines virtuellen Zwillings (digitaler Zwilling) ist ein neues Verfahren bei der Produkt- bzw. Projektentwicklung. Das digitale Pendant ersetzt nicht einen realen Prototypen, sondern fließt in die Produktionsplanung mit ein, die ebenfalls digital erstellt wird. Dadurch lassen sich Vorgänge, die in der Realität nacheinander ausgeführt werden, parallelisieren. Zudem können Fehler identifiziert, Alternativen aufgezeigt und Inbetriebnahmen virtuell vorgenommen werden. Dies geht einher mit erheblichen Verkürzungen von Zeiten und Kosten. Bei Industrie 4.0 im vollendeten Sinne begleitet der digitale Zwilling ein Produkt während seines ganzen Lebens.

Vorbeugende Instandhaltung

Die vorbeugende Instandhaltung ist ein strategisches Konzept der Anlageninstandhaltung. Es umfasst Planung und Abwicklung aller Instandhaltungsmaßnahmen grundsätzlich vor dem Auftreten von Schäden bzw. eines ungesteuerten Anlagenausfalls. Die grundlegenden Maßnahmen der vorbeugenden Instandhaltung sind Inspektion und Wartung. Bei der Fertigung nach Industrie 4.0 wird dieses Instandhaltungskonzept perfektioniert. Das funktioniert durch die vernetzte Kommunikation zwischen technischen Anlagen. Der Datenaustausch von Maschine zu Maschine lässt Probleme erkennen, noch bevor sie auftreten. Das Prinzip: Geräte übermitteln individuelle Informationen eigenständig und erlauben eine kostengünstige und schnelle Problemlösung. Werden Maschinen- und Gerätedaten in Echtzeit ausgewertet sowie Soll- und Schwellenwerte der Anlagen definiert, können Fehler im Vorfeld sicher prognostiziert und verhindert werden.