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Um mehr Platz für andere Angebote zu schaffen, verlangt der Lebensmittelhandel zunehmend die Bereitstellung von sortimentierten Gebinden. Um diesem Wunsch zu entsprechen hat die emt automation GmbH eine automatisierte Packanlage für das Neuruppiner Konservenwerk DREISTERN entwickelt und gebaut. Das Familienunternehmen produziert heute auf 15.000m² und mit 200 Mitarbeitern täglich etwa 250.000 Konserven und Frische-Packs.
„Der Anteil der vom Handel georderten Sortimentspackungen nimmt stetig zu“, erläutert Kurt Ortmann, emt Fachmann für Robotik und Anlagenbau. „Viele packen noch per Hand und das ist umso zeitaufwändiger, je mehr verschiedene Produkte in einen Karton sollen. Wegen der steigenden Nachfrage nach Sortimentsverpackungen lohnt sich inzwischen für viele Mittelständler der Einsatz von Robotern.“
Kompakt in den Ausmaßen, äußerst flexibel und ohne große Rüstaufwände, das waren die Parameter, die bei der Konstruktion der Anlage für DREISTERN berücksichtigt werden sollten. Das Ergebnis: Eine robotergesteuerte Sortieranlage, die überschaubar in den Ausmaßen genau in das Anlagenkonzept des Kunden passt, möglichst viele unterschiedliche sortimentierte Trays in kurzer Zeit zu konfektionieren zu. „Bei weit über 200 Packvariationen, ist eine ausgereifte Steuerungstechnik gefragt“, erklärt Björn Kronshage. „Sie ist das Herzstück der Anlage.“ Der Vertriebsleiter für Robotertechnologien bei emt skizziert den genauen Ablauf der Sortieranlage:
Nachdem die Ware produziert, verpackt und etikettiert ist, wird sie als 6er-, 8er- oder 12er-Tray vor der Sortiermaschine platziert. Die noch sortenreinen Gebindetrays gelangen über Staubahnen zur Entnahmeposition, wo sie mit Stoppern positioniert werden. Dann entnimmt ein Kawasaki Roboter die Dosen mittels einer Saugplatte aus den Trays und setzt sie auf die entsprechende Bahn der fünf Sortierstrecken ab. Die leeren Trays laufen zur Befüllstation, werden mittels Lichtschranken genau positioniert und für die sortimentierte Neubefüllung bereitgestellt. Die sortenreinen Produkte werden nun auf dem Transport vereinzelt und vor dem Sortimentierdeck gestoppt. Je nach Programmanwahl öffnen sich die jeweiligen Stopper, damit eine bestimmte Anzahl verschiedener Produkte dem Sortimentierdeck zugeführt werden kann. Dort angekommen gelangen die Gebinde zu einer Weiche, wo sie nach rechts bzw. nach links in die Befüllstation für den Mischtray verteilt werden. Ein Überschieber formiert die Produkte, die dann mittels einer Saugplatte in die bereitgestellten leeren Trays gesetzt werden. Zum Schluss werden die sortimentierten Gebindetrays auf der Rollenbahn aus der Anlage transportiert und für die Entnahme bereitgestellt.
„Bisherige Konzepte haben mich nicht überzeugt“, sagt Uwe Krusius, Leiter Technik bei DREISTERN, „sie waren wesentlich teurer und nicht so flexibel. Schnelle Produktwechsel ohne große Rüstaufwände, die kompakte Bauweise und die Tatsache, dass wir mit demselben Personal doppelt soviel Trays gemischt bekommen, waren Fakten, die mich von der emt-Anlage überzeugt haben.“
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